Seit weit über 25 Jahren ist Sonderschau „INNOVATION GEWINNT“ auf der Internationale Handwerksmesse im März ein fester Bestandteil. Mehr denn je ist in den heutigen Zeiten die Innovationskraft des Handwerks gefordert – und wir haben geliefert!
Unsere Aufgabe
Wir waren auch in diesem Jahr dafür verantwortlich, die 12 Innovationen zu identifizieren und die ausgewählten Unternehmen zu motivieren, sich vor Ort zu zeigen. Unser Engagement gemeinsam mit den Verantwortlichen der Messe und den Handwerkskammern hat sich gelohnt. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl mit Kurzbeschreibungen.
Photovoltaik und Energiethemen: dort, wo Handwerk konkrete Antworten entwickelt
Besonders deutlich wurde das bei den Innovationen mit Bezug zu Photovoltaik und Energie. Der SOLARco.shoe von Andreas Meyer Solar Service adressiert ein sehr konkretes Problem aus der Praxis: den sicheren Umgang mit PV-Modulen beim Begehen. Gerade in einem Markt, der sich dynamisch entwickelt und in der Installation, Wartung und Service immer wichtiger werden, ist das keine Randlösung, sondern eine direkt anschlussfähige Innovation mit hoher Praxisrelevanz.
Ähnlich verhält es sich mit dem ALPHA PV-Clip von CR-Tools. Solche Lösungen zeigen beispielhaft, dass handwerkliche Innovationskraft häufig im Detail sichtbar wird. Befestigungs- und Verbindungstechnik ist auf einer Messe vielleicht nicht automatisch das lauteste Thema, fachlich aber ein sehr starkes. Denn dort entscheidet sich oft, ob Anwendungen dauerhaft funktionieren, wirtschaftlich umsetzbar sind und im Alltag bestehen.
Mit dem thermischen Sandspeicher der Prinz Thermotechnik GmbH wurde zudem ein Thema sichtbar, das weit über das einzelne Produkt hinausreicht. Energiespeicherung gehört zu den Zukunftsfragen, die für Handwerk, Gebäudetechnik und Versorgungssysteme zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wenn eine Sonderschau solche Lösungen aufnimmt, zeigt sie damit nicht nur Innovation, sondern auch ein Gespür für die Themen, die das Handwerk in den kommenden Jahren prägen.
Gebäudetechnik, Integration und intelligente Funktionalität
Ein weiteres starkes Beispiel war die CLIGHT von Clight i.Gr. – eine multifunktionale Deckenleuchte, die beleuchtet, heizt, kühlt und entfeuchtet. Messefachlich ist das deshalb interessant, weil hier nicht nur ein Produkt ausgestellt wird, sondern ein gesamter Denkansatz sichtbar wird: die Bündelung mehrerer Funktionen in einer integrierten Lösung.
Solche Innovationen sind für Sonderflächen besonders wertvoll, weil sie mehrere Ebenen gleichzeitig ansprechen. Sie bieten einen Aha-Effekt, sie laden zur fachlichen Einordnung ein und sie verweisen auf größere Entwicklungen in Planung, Ausbau und Gebäudenutzung. Genau solche Exponate helfen dabei, eine Sonderschau nicht nur optisch interessant, sondern auch inhaltlich stark zu machen.
Funktionale Innovationen mit unmittelbarer Alltagstauglichkeit
Ebenso wichtig für die Qualität einer Sonderfläche sind Innovationen, deren Stärke gerade in ihrer unmittelbaren Anwendbarkeit liegt. Die Transport-Boxen aus Alu von Ronny Stein Innovation gehören in diese Kategorie. Sie zeigen exemplarisch, dass im Handwerk nicht nur große Systemlösungen relevant sind, sondern auch Produkte, die den Alltag robuster, geordneter und funktionaler machen.
Dass solche Lösungen auf einer Sonderschau überzeugen können, liegt daran, dass ihre Relevanz sofort verständlich ist. Man muss sie nicht lange erklären. Gute Messebeteiligungen entstehen oft genau dort, wo ein Produkt auf Anhieb nachvollziehbar ist und gleichzeitig eine echte handwerkliche Entwicklungsleistung erkennen lässt.
Auch der modulare Hauslift der flexomobil GmbH passt in dieses Bild. Themen wie Barrierefreiheit, Nachrüstbarkeit und flexible Gebäudenutzung gewinnen seit Jahren an Gewicht. Eine modulare Lösung ist dabei nicht nur technisch interessant, sondern auch marktnah. Sie trifft einen realen Bedarf und eröffnet zugleich Gespräche über Demografie, Baupraxis und Wohnraumanpassung. Für eine Sonderschau ist das ein klarer Mehrwert.
Material- und Verfahrenskompetenz machen die Fläche fachlich stark
Besonders wertvoll wurde die Auswahl auch durch Innovationen, die tiefer in Herstellungs- und Bearbeitungsprozesse hineinreichen. Das Umformverfahren für Metallprofile der Krehle GmbH ist dafür ein gutes Beispiel. Solche Entwicklungen sind für Fachbesucher oft hochinteressant, weil sie zeigen, dass Innovationskraft im Handwerk nicht nur im fertigen Produkt liegt, sondern ebenso in Verfahren, Materialeinsatz und Produktionslogik.
Gerade für Messeverantwortliche ist das relevant. Denn eine gute Sonderschau braucht nicht nur sichtbare Produkte mit direkter Ansprache, sondern auch Lösungen mit technischer Tiefe. Erst diese Mischung gibt einer Fläche fachliche Glaubwürdigkeit und Profil.
Speziallösungen erweitern das Bild von Innovation im Handwerk
Mit Marleaux BassGuitars und dem Spock Bass wurde zudem deutlich, dass Innovation im Handwerk nicht auf klassische Bau- oder Energiethemen begrenzt ist. Auch in spezialisierten Märkten entstehen Produkte, in denen Materialverständnis, Präzision, Gestaltung und handwerkliche Exzellenz auf höchstem Niveau zusammenkommen.
Solche Beispiele sind für eine Sonderschau wichtig, weil sie das Innovationsbild des Handwerks erweitern. Sie zeigen, dass Zukunftsfähigkeit nicht nur in großen Transformationsfeldern entsteht, sondern auch in der konsequenten Weiterentwicklung hochspezialisierter Qualitätsprodukte.
Acht Preisträger!
Mit einem Bayerischen Staatspreis wurden: Marleaux BassGuitars und Ronny Stein Innovation ausgezeichnet.
Mit einem Bundespreis wurden: Andreas Meyer Solar Service, Clight i. Gr., CR-Tools, flexomobil GmbH, Krehle GmbH und Prinz Thermotechnik GmbH ausgezeichnet.
Weitere Aussteller waren: Thofehrn Hebezeuge GmbH & Co. KG, Rainer Schrode GmbH Tief- und Straßenbau, Zimmerei und Holzbau Ron Schiewe, Spezialtiefbau Hermsdorf a.W.





