Storytelling ist Marketing in Höchstform

Storytelling – Marketing in Höchstform

Das ganze Leben steckt voller Geschichten. Warum also das Storytelling nicht nutzen, um das Geschäft anzukurbeln? Nie war es leichter, etwas zu erzählen und sofort mit anderen Menschen zu teilen. Genau genommen eignet sich alles ohne großen Aufwand für eine eine gute Story. Denn eins ist sicher: Deine Kunden lieben Geschichten. Sonst wären sie nicht auf Instagram, Facebook & Co.

Wie funktioniert Storytelling?

Eine einfache Auflistung von Dienstleistungen auf der Website reicht heutzutage nicht mehr aus. Wenn Du eine spezielle Holzart für Deine Esstische verwendest, wollen Deine Seitenbesucher von Dir erfahren, warum Du das tust. Bietest Du einen besonderen Service an, dann erzähle darüber. Hast Du eine Innovation oder bist Du ein moderner Ausbildungsbetrieb? Dann ab ins Netz damit. Nichts eignet sich besser, um Menschen mit Storys zu fesseln, als das Internet. Wer Geschichten erzählt, bleibt besser im Gedächtnis. Deshalb ist Storytelling so wichtig. Es stellt eines der besten Kundenbindungsinstrumente dar, die es gibt.

Storytelling schafft Nähe

Indem Du Geschichten erzählst, baust Du eine Beziehung zu Deinen Kunden auf. Warum ist das so? Weil Du damit den Kunden mit auf eine Reise nimmst. Wenn das, was Du erzählst, spannend und überzeugend, informativ und unterhaltsam ist, befindet ihr euch auf einer gemeinsamen Wellenlänge.

Storytelling ist emotional

Storytelling lebt von Bildern. Sie nehmen uns für einen kurzen Moment mit in eine andere Welt. Prominentes Beispiel, wie Storytelling funktioniert, sind beispielsweise Videobotschaften wie die von Edeka. Das Unternehmen ist bereits vor einigen Jahren voll auf das Thema Storytelling aufgesprungen und hat anrührende und stark emotionalisierte Geschichten in seinen Werbevideos erzählt. Microsoft hat sogar eine eigene Storytelling-Abteilung etabliert. Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig Geschichten sind.

Beim Storytelling erzählst Du über Dich selbst

Natürlich steht die fachliche Leistung eines Handwerksbetriebes an oberster Stelle. Aber: Sie muss gut verpackt sein. Verpackt in Geschichten, die man gerne liest. Anstelle von nüchternen und seelenlosen Aufzählungen brauchen Handwerksunternehmen lebendige Storys, um gut rüberzukommen. 

Storytelling vermittelt Fachwissen

Beim Storytelling geht es nicht um ein bisschen „Erzählerei“. Es ist auch keine Welle, auf der man mitreitet, weil es gerade „in“ ist. Wer Storytelling geschickt einsetzt, kann darin einiges Fachwissen verpacken und damit gleichzeitig Kundenerlebnisse schaffen. 

So gestaltest Du Dein Storytelling in wenigen Schritten

„Moment mal, ich bin Handwerker und kein Journalist oder Buchautor.“ Viele Handwerker können sich gar nicht vorstellen, Geschichten zu erzählen. Es geht auch nicht darum, einen Journalistenpreis zu gewinnen. Es geht darum, Fakten (über Dein Unternehmen, Deine Arbeit, Deine Mitarbeiter, Deine Werte) mit einer Geschichte zu verknüpfen. Da braucht es keine Romane, keine Einleitung, keinen Hauptteil oder Schluss. Beim Storytelling reichen oft bereits wenige Elemente für eine gute, knackige und wirksame Story aus. Ein Bild und ein kurzer Text sind ein guter Anfang.

Was kannst Du erzählen?

Beim Storytelling gilt: Alles kann, nichts muss. Du bestimmst, worüber Du erzählen willst. Suche in Deinem Unternehmen nach emotionalen Geschichten und Begebenheiten, die berühren. Die Erfahrung zeigt, dass man mit der Zeit sich bei vielen Dingen, die man im Arbeitsalltag erlebt, immer öfter die Frage stellt: „Lässt sich daraus eine Story machen?“ 

In jedem Unternehmen gibt es unendlich viele Geschichten. Es ist nicht notwendig, sich jeden Tag superspannende Geschichten auszudenken. Es genügt, wenn Du das erzählst, was Dich umgibt. Bilder und Videos helfen Dir dabei, die Inhalte rüberzubringen.

Du kannst Dein Wissen über ein besonderes Material teilen, spezielle Arbeitstechniken erklären oder etwas über Deinen Kundenservice erzählen. Lass kuriose Erlebnisse aus dem Arbeitsalltag, Handwerkertipps oder etwas aus der Unternehmensgeschichte in einer kleinen Story lebendig werden. Ebenso eignen sich Einblicke ins Büro oder in die Werkstatt. Chef, Mitarbeiter, Azubis – sie alle können zu Wort kommen. Erzähle von Ritualen, vom Arbeitsalltag, neuen Mitarbeitern. Frage Kunden nach einem kurzen Statement oder einer kleinen Geschichte, die mit dem Unternehmen zu tun hat. Lass Deine Mitarbeiter Bilder von der Baustelle schicken und mache einen schicken Post daraus. Es muss nicht hochtrabend sein. Aktionen wie diese zahlen nicht zuletzt auf die Motivation Deiner Mitarbeiter ein, die stolz sind, etwas über ihre Arbeit erzählen zu können.

Wie willst Du es erzählen?

Gute Geschichten brauchen Helden. Aber keine Angst, keine fiktiven Romanhelden oder Persönlichkeiten, die als Aushängeschild dienen. Die Helden gibt es in Deinem Unternehmen. Der Chef, die Mitarbeiter, Azubis. Ein Beispiel: Mach ein Bild von Deinem neuen Azubi, kurzer Text dazu, fertig – jetzt wissen wir, wer der Azubi ist, wie er aussieht und was er gerade macht. Genügt schon. Nicht jede Story haut rein. Ist aber dennoch einen Post wert. Was ankommt, sind ganz normale Menschen. 

Tipp: Vermeide Fremdwörter, englische Begriffe, die man erst nachschlagen muss, wirf nicht mit Fachbegriffen um Dich.

Zielgruppe ermitteln

Bevor Du auch nur einen Satz schreibst, musst Du wissen, wen Du eigentlich erreichen willst. Sind es Deine bestehenden Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten oder sind es Neukunden?

Wie tickt die Zielgruppe?

Versetze Dich immer in die Lage der Zielgruppe. Was braucht sie? Welches sind ihre Werte? Frage Dich, mit welchem Produkt oder mit welcher Dienstleistung Du Deiner Zielgruppe ganz konkret hilfst. Und dann schreibe darüber. 

Blog, Social Media & Co.

Damit Deine Storys möglichst viel Aufmerksamkeit und Reichweite bekommen, ist es wichtig, verschiedene Kanäle zu bedienen. Die Website kann ein erster Schritt sein. Hier steht in der Regel ausreichend Platz zur Verfügung, um Geschichten zu platzieren. Ideal ist es, Themen in Blogs unterzubringen. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, diese regelmäßig zu bedienen. Für Storytelling-Anfänger ist es daher eher sinnvoll, entweder von der Website auf die sozialen Medien zu verlinken und die Inhalte mit vielen zu teilen. Oder man geht direkt über Facebook, Instagram etc. und verlinkt von dort auf die Website. Das Posten von Storys ist mittlerweile ein fester Bestandteil der meisten Social-Media-Kanäle. Jetzt ist es an Dir, herauszufinden, welche Kanäle für Dich relevant sind.

Fazit

Storytelling ist Kundenbindung per excellence. Mit Geschichten erreichst Du die Kunden, die Du Dir wünschst. Denn etwas, was als Story verpackt ist, zielt auf eine Emotion ab – und das dürfte immer der beste Weg zum Kunden sein. Dabei ist Storytelling keine Kunst, sondern ein Handwerk, das jeder lernen und beherrschen kann. 

Foto: © silverkblack / stock.adobe.com

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