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Digital arbeiten = stressfrei führen?

Digital arbeiten = stressfrei führen

Bist Du schon wieder im Stress? Es scheint, als ob die moderne, digitalisierte Welt ein stressfreies Leben nicht zulässt. Die Fehltage wegen kranker Psyche erreichten lt. dem DAK Psychreport 2023 einen neuen Höchststand. Stress ist alltäglich geworden: 41% der Befragten von Statista Consuma Insight gaben an, hierdurch psychische Probleme zu haben. Der Weg von ersten Stress-Anzeichen bis zur Krankmeldung kann dauern, aber diese Zahlen sollten uns alarmieren. Wie äußerst sich Stress, warum ist er so ungesund und wie kann ich digital arbeiten und stressfrei führen?

Stress macht krank

Dauermüdigkeit, Erschöpfung, Depressionen, Gelenk- und Rückenschmerzen, Impotenz, Tinitus, Bluthochdruck – die Liste ließe sich endlos weiterführen. Stress ist ungesund. Dabei war der Ansatz der Evolution ein ganz Guter. Lebewesen sollten in der Lage sein, in Gefahrensituationen schnell auf ein Programm zurückgreifen zu können, dass ihnen quasi „Superkräfte“ verleiht. Wenn wir gestresst sind, versetzt ein Cocktail an Hormonen unseren Körper in die Lage, Signale der Überforderung zu überhören und mehr aus ihm herauszuholen, als er dauerhaft verkraften kann. Stress ist also die Turbo-Taste für kurzfristig mehr Fokussiertheit und Konzentrationsfähigkeit. Das macht wie beim Autofahren durchaus mal Spaß, Grenzen auszutesten und über die Wohlfühlzone hinauszugehen. Benutzen wir diese Turbo-Taste allerdings dauerhaft, dann überlasten wir unseren Motor – und irgendwann brennen wir durch.

Stress verschlechtert das Betriebsklima

Wenn wir als Führungskräfte den Druck, unter dem wir stehen, ungefiltert an unsere Mitarbeiter weitergeben, passieren zwei Dinge. Wir schaden nicht nur uns selbst und damit unserem Betrieb, wir schaden auch unserem Team. Mitarbeiter:innen, die den Eindruck haben, dass stressbedingte Situationen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind, suchen nach einem Ausweg aus dieser Situation. Die wirklich guten Mitarbeiter wirst Du verlieren. Die, die keine Alternative zu ihrem Arbeitsplatz finden, werden innerlich kündigen und/oder öfter krank sein. Auch die Außenwirkung eines Betriebs mit stressiger Führung wird sich verschlechtern. Mitarbeiter:innen reden über ihre Arbeit und ihre Arbeitsplätze. Und sie werden sicher keine Empfehlung für einen Arbeitgeber aussprechen, der nicht stressfrei führt. Wir handeln also grob fahrlässig und riskieren gesundheitliche und finanzielle Schräglagen. Gerade die junge Generation Z ist nicht mehr bereit, dauerhaft persönliche Einschränkungen zugunsten des Arbeitsplatzes in Kauf zu nehmen.

Stress erhöht die Fehleranfälligkeit

Was passiert, wenn Menschen dauerhaft unter Druck stehen? Die kurzfristig erhöhte Konzentrationsfähigkeit kippt ins Gegenteil. Gestresste Menschen können sich schlechter konzentrieren, sind leichter ablenkbar und ihre Entscheidungen fallen unter Umständen unüberlegt oder impulsiv. Stress kann auch dazu führen, dass Menschen schneller ermüden und erschöpft sind – dies führt wieder zu Fehlern.

Ein dauerhaft gestresster Chef wirkt auf seine Mitarbeiter:innen als jemand, der den Überblick verloren hat. Seine gefällten Entscheidungen sind oft nicht nachvollziehbar und er gefährdet durch sein Verhalten die Zukunftsfähigkeit seines Betriebs.

Auf Stress zu verzichten ist nicht immer möglich. Aber es ist möglich, rechtzeitig Stressoren zu erkennen und Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln. Man kann sicherlich trainieren, mit stressigen Situationen besser umzugehen, der Schaden, den eine dauerhafte Überlastung von Kopf und Körper mit sich zieht, ist allerdings der gleiche. Junge Menschen stecken solche Extremphasen vermeintlich noch besser weg, die Schäden werden erst später sichtbar. Um die negativen Folgen von Stress zu vermeiden ist es wichtig, die Auslöser zu identifizieren und ihnen entgegenzuwirken.

Wie erkenne ich Stress?

Es gibt einige körperlichen Anzeichen, die Stresssymptome erkennen lassen. Dazu gehören zum Beispiel

  • Muskelverspannungen und Kopfschmerzen
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen und/oder Müdigkeit
  • Reizbarkeit, Nervosität, Ängstlichkeit
  • Verändertes Essverhalten (mehr/weniger)
  • Rückzug von sozialen Aktivitäten
  • Verschlechterung der Leistungsfähigkeit
  • Stimmungsschwankungen

In der Regel nimmt man selbst schon wahr, dass sich Veränderungen ergeben haben, die sich nicht mit einem Kurzurlaub oder mal Ausschlafen kompensieren lassen.

Unternehmen mit einem erhöhten Stresspensum haben eine hohe Personalfluktuation, Überstunden sind die Regel und nicht die Ausnahme. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unzufrieden und häufig krank. Dazu kann auch beitragen, dass an die Angestellten hohe Anforderungen gestellt werden, ohne die benötigten Ressourcen bereitzustellen. Auch fehlendes Feedback oder keine angemessene Unterstützung tragen dazu bei, dass sich Mitarbeiter:innen gestresst fühlen und die Stimmung im Team negativ ist.

Wie kannst Du digital arbeiten und stressfreier führen?

Bevor Du unter der Last Deiner Aufgaben zusammenbrichst und einen totalen Kontrollverlust erleidest:

  1. Lerne zu delegieren. Verteile Aufgaben und Verantwortlichkeiten an Deine Mitarbeiter:innen und vertraue darauf, dass sie ihre Aufgaben gut erledigen. Stelle ihnen dafür die notwendigen Ressourcen bereit. Über ein digitales Projektmanagementsystem kannst Du trotzdem den Überblick behalten und notfalls eingreifen.
  2. Kommuniziere klar und offen. Mit regelmäßigen Meetings sind Du und Dein Team auf dem aktuellen Projektstand. Eine klare und transparente Kommunikation vermeidet Missverständnisse und Konflikte. Eine zeitgemäße Branchensoftware und digitale Kommunikationskanäle gehören hier mit dazu.
  3. Schaffe eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Es ist wichtig, dass sich Mitarbeiter:innen in ihrer Arbeitsumgebung wohlfühlen. Dazu zählen modern ausgestattete Arbeitsplätze, eine aktuelle Website und eine Außenwirkung, auf die Dein Team stolz sein kann.
  4. Priorisiere und plane Deine Aufgaben. Ein Aufgabenmanagement-Tool nimmt Dir hierbei schon viel Arbeit ab. Bleibe bei der Setzung Deiner Ziele realistisch und plane effektiv, damit Du überhaupt nicht in Stresssituationen kommst. Mit einer digitalen Bauakte verhinderst Du Reibungsverluste durch fehlende oder falsche Informationen.
  5. Sorge für notwendige Auszeiten – Plane in Deinem Tag Zeit für Entspannung, Sport und Familie oder Freunde ein und halte dich daran! So hast Du nicht das Gefühl, für den Job alles geben zu müssen und das alles andere auf der Strecke bleibt. Kein Kunde und kein Auftrag ist so wichtig wie Deine Gesundheit. Leider erkennt man das oft erst dann, wenn es zu spät ist.
  6. Suche Dir digitale Unterstützung, wo immer es möglich ist. Stress entsteht vor allem dann, wenn wir das Gefühl haben, die Kontrolle verlieren. Mit digitalisierten Prozessen hast Du jederzeit die Möglichkeit, auf Zahlen, Parameter oder Projektdaten zuzugreifen. Das verschafft ein gutes Gefühl.

Fazit – stressfrei führen ist machbar

Arbeit soll Spaß machen – sowohl Dir als auch Deinem Team. Chefs, die cholerisch brüllend durch den Betrieb rennen, braucht kein Mensch. Ein Betriebsklima voller Angst und Negativität ist kein Nährboden für Innovation und Zukunftsfähigkeit. Alle Teammitglieder tragen ihr Bestes zur Auftragsabwicklung bei, wenn sie in einem Betriebsklima arbeiten können, in dem klar kommuniziert, wertschätzend behandelt und transparent geplant wird. Die Digitalisierung kann hier einen großen Teil dazu beitragen. Wenn Du Unterstützung dabei brauchst, Deine Prozesse zu bewerten und digital zu bereichern, dann nutze unser Angebot für ein kostenloses Beratungsgespräch. Es gibt Dir Klarheit darüber, ob und wo Du für Dich, Deine Mitarbeiter und Dein Geschäft Potenzial zur Entstressung hast.   

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Geschäftsführer der G+F Verlags- und Beratungs- GmbH

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